D & I Mineralölhandel GmbH

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Anthrazitkohle

„Kohle einkellern mit Rohrförderer.”

Anthrazitkohle aus Ibbenbüren weist von allen europäischen Steinkohlen den höchsten Gehalt an festem Kohlenstoff und den niedrigsten Gehalt an flüchtigen Bestandteilen auf, beides wichtige Voraussetzungen für einen emissionsarmen, umweltfreundlichen Verbrennungsvorgang.

Das Anthrazitkohlevorkommen in Ibbenbüren ist im Laufe von ca. 300 Millionen Jahren "gewachsen", ursprünglich aus Pflanzen und Lebewesen geschichtetes Moor, komprimiert durch Sandschichten (Sandssteinbildung) und weiterer Überlagerung von Erdschichten nach unten gewandertes "Karbon". Es befindet sich heute in einer Erdtiefe von ca. 1500 m. Die Umwandlung nennt man Inkohlung, also das Entstehen von Steinkohle in einem langen chemischen Prozeß. Die Besonderheit liegt wohl in der Tatsache, dass diese Kohle noch zusätzlich "gebacken" wurde von einem Lavakern unter dem Ort Bramsche, welches man das "Bramscher Intrusiv" nennt. In der Folge gab es dauerhaft eine Temperaturerhöhung der tieferen Erdschichten, die den Inkohlungsprozess begünstigte. Temperatur und Druck haben diese hervorragende Anthrazitqualität geschaffen. Das Steinkohlevorkommen in Ibbenbüren ist noch lange nicht abgebaut. Durch politischen Beschluss wird aber der Kohlebergbau in Deutschland bis Ende 2018 beendet und damit auch die Zeche Ibbenbüren geschlossen.

Anthrazit-Nußkohlen werden als reines Naturprodukt, gewaschen und gesiebt, auf den Markt gebracht. In Anbetracht des nahenden Endes des Kohlebergbaus in Ibbenbüren, bieten wir Ihnen alternativ auch Importanthrazit in verschiedenen Körnungen an. Dazu erbitten wir Ihre gesonderte Anfrage.

Die verschiedenen Sorten kennzeichnen bestimmte Körnungen und entsprechen den Anforderungen der technischen sehr unterschiedlichen Heizgeräte.

Grobe Körnungen – Nuß 1, Nuß 2 – eignen sich z.B. hervorragend zur Wärmeerzeugung in Stahl-Heizkesseln. Mittlere Körnungen – Nuß 3, Nuß 4 – bewähren sich seit Jahrzehnten in Einzelöfen bzw. Zimmeröfen. Feine Körnung – Nuß 5 ist auf die Erfordernis moderner automatischer Heizanlagen zugeschnitten.

Bitte sprechen Sie uns einfach an, um weitere Einzelheiten in Form einer kostenlosen Beratung zu leisten.

Sorte Körnung
Anthrazit-Nuß 1 (nicht mehr lieferbar) 80 – 55 mm
Anthrazit-Nuß 2 55 – 35 mm
Anthrazit-Nuß 3 35 – 23 mm
Anthrazit-Nuß 4 23 – 16 mm
Anthrazit-Nuß 5 16 – 8 mm

Und so automatisiert man eine Anthrazit Kohleheizung:

Beim Einsatz eines Anthrazit-Heizkessels mit Füllschacht oder Vorratsbunker kann man die Beschickung wie folgt vornehmen: Bau eines Bunkers aus Siebdruckplatten o. ä., Verwendung von VA-Schrauben. Die Konstruktion ist beidseitig schräg, hat unten kleine Öffnungen von ca. 15 X 15 cm, die mit Schiebebrettchen verschlossen werden können. An der tiefsten Stelle auf dem Boden liegt ein Rohr mit mindestens 65 - 75 mm Innendurchmesser (z. B. Loro-X oder Edelstahl V4A), besser 65 – 75 mm! Das Rohr wird im Bereich der Bunkeröffnung zur Hälfte aufgeschnitten, damit die Kohle von der innenliegenden Spirale aufgenommen werden kann. Förderlänge bi s ca. 7 – 8 Meter. Am oberen Ende des Rohres (Biegungen von ca. 30° sind möglich!), wird ein Flansch angeschweißt, daran hängt ein Motor mit Getriebe. Eine Drehzahl von 250 – 350 U/min. sind akzeptabel. Vor dem Flansch wird ein Fallrohr nach unten angeschweißt, welches in den Kessel geführt wird. Motor mit 1 KW und 380 Volt sind empfehlenswert.

Dieses System lässt sich natürlich auch für Heizkessel mit Retortenbrenner installieren. Es gibt hierzu auch noch eine einfachere Variante: Ein Trichter/Bunker /Trevira-Silo mit einer Füllhöhe, die man mit einem Frontlader erreichen kann. Den unteren Auslauf des Trichters absperrbar gestalten mit einem Steckbrett oder einem Linsenschieber. Unter dem Absperrorgan steht eine kleines Deckelfass o. ä. mit einer Öffnung, in welche man einen fertigen Schneckenförderer aus der Landwirtschaftstechnik einführt. Fertige Längen gibt es bis ca. 6 Meter. Das Rohr sollte aus PE oder PVC sein, weil u. a. die Kohle dann leichter rutscht. Das Rohr geht z. B. durch die Hauswand direkt auf den separaten Vorratsbehälter vom Heizkessel. Hier ist je nach gewünschter Förderleistung ein Durchmesser der Schnecke von 65 – 100 mm angebracht. Während der täglichen Kontrolle füllt die Schnecke den Heizkessel in wenigen Minuten. Weitere Tipps stehen unseren Kunden telefonisch oder auf Anforderung auch vor Ort zur Verfügung.